Eine Seite kann im Test schnell erscheinen und sich auf einem älteren Smartphone trotzdem schwer bedienen lassen. Sie kann sofort Text zeigen, während das wichtigste Bild verspätet eintrifft. Sie kann vollständig geladen sein und nach einem Klick lange ohne sichtbare Rückmeldung bleiben. Genau deshalb gibt es mehrere Kennzahlen. Sie zerlegen eine vielschichtige Erfahrung in beobachtbare Teile, ohne die ganze Qualität der Website auf eine Zahl zu reduzieren.
Die Core Web Vitals sind eine von Google gepflegte Auswahl nutzerbezogener Messgrößen. Der aktuelle Satz umfasst Ladeverhalten, Reaktionsfähigkeit und visuelle Stabilität. Alle drei Kennzahlen sind Felddatenmetriken: Entscheidend ist, was bei realen Seitenaufrufen geschieht. Ein kontrollierter Labortest bleibt wichtig, beantwortet aber eine andere Frage. Er hilft, ein Problem reproduzierbar zu untersuchen, während Felddaten zeigen, wie häufig es unter unterschiedlichen Geräten, Netzen und Nutzungsweisen tatsächlich auftritt.
- Core Web Vitals
- LCP, INP und CLS bilden drei kritische Ausschnitte der Nutzererfahrung ab. Eine Seite gilt in der gemeinsamen Bewertung nur dann als gut, wenn alle drei empfohlenen Grenzwerte am 75. Perzentil erreicht werden.
- 75. Perzentil
- Mindestens drei Viertel der gemessenen Seitenaufrufe liegen bei diesem Wert oder besser. Mobile und Desktop werden getrennt betrachtet, weil Geräte und Nutzungssituationen nicht gleich sind.
- PageSpeed Insights
- Der Dienst stellt verfügbare Felddaten aus dem Chrome UX Report und eine aktuelle Lighthouse-Diagnose nebeneinander. Die beiden Bereiche dürfen nicht zu einem einzigen Befund vermischt werden.
- Real User Monitoring
- Eigene Messung realer Besuche kann Seitenvorlagen, Gerätegruppen und konkrete Problemstellen genauer unterscheiden als ein öffentlicher Herkunftswert.