Ein Lieferant stellt Artikeldaten als CSV bereit. Ihre Anwendung soll daraus Produktbezeichnungen, Kennungen und bestimmte Eigenschaften übernehmen. Die Datei lässt sich in einem Tabellenprogramm öffnen. Trotzdem ist offen, ob fehlende Zeilen Produkte löschen, leere Zellen bestehende Angaben entfernen und erneut gelieferte Zeilen neue Datensätze anlegen sollen.
CSV bedeutet Comma-Separated Values. Das Format beschreibt tabellarische Daten als Text. In der Praxis begegnen Ihnen unterschiedliche Trennzeichen, Zeichencodierungen und Konventionen. RFC 4180 dokumentiert ein verbreitetes Format und den Medientyp text/csv; es ist eine informative Beschreibung aus 2005. Der Dateiname allein legt die tatsächlichen Vereinbarungen Ihrer Systeme nicht fest.
Ein Import liest Daten in ein Zielsystem ein. Ein Export stellt Daten für einen anderen Empfänger bereit. Beide Aufgaben brauchen ein vollständiges Ziel: „Freigegebene Artikelangaben des Lieferanten aktualisieren die zugeordneten Produkte; lokale Beschreibungstexte bleiben erhalten.“ So wird deutlich, welche Daten übertragen und welche nicht verändert werden sollen.
Klären Sie, ob die Datei einen vollständigen Bestand oder nur Änderungen enthält. Das Fehlen einer Zeile in einer Änderungsdatei bedeutet normalerweise nicht dieselbe fachliche Aussage wie das Fehlen in einer ausdrücklich vereinbarten vollständigen Bestandsmeldung. Eine Löschwirkung muss gesondert beschrieben und geprüft werden.