Am Ende eines Website-Projekts sollte das Unternehmen nicht von einer einzelnen Person oder einem unbekannten Hauptkonto abhängig bleiben. Eine gute Übergabe macht sichtbar, aus welchen Systemen die Website besteht, wer sie verwalten darf, welche Dateien den aktuellen Stand bilden und welche Aufgaben offen oder wiederkehrend sind. Dadurch kann die vereinbarte Betreuung fortgesetzt, intern übernommen oder später geordnet an einen anderen Dienstleister übergeben werden.
Vollständigkeit ist dabei projektspezifisch. Eine statische Informationsseite benötigt andere Quellen als ein WordPress-System mit Formularen, Datenbank, Erweiterungen und Redaktionskonten. Ein eigenständig registrierter Domainname ist etwas anderes als ein Unterkonto in einem Agenturpaket. Die Übergabeliste entsteht deshalb aus dem realen System und nicht aus einer pauschalen Ordnerstruktur.
Entscheidend ist auch der Zustand. Eine Sicherung ohne Datum, ein Quellcodeordner ohne veröffentlichte Version oder ein Administrationskonto ohne bekannte Wiederherstellungsadresse schafft neue Fragen. Zu jedem Übergabeobjekt gehören mindestens Zweck, aktueller Stand, verwaltende Stelle und ein sicherer Zugriff. Bei kritischen Konten kommt hinzu, wer Rechte vergeben oder im Notfall wiederherstellen kann.