Ein Datensatz wird in System A freigegeben. System B soll darauf reagieren. Bei einem Webhook sendet System A eine Ereignismeldung an eine dafür eingerichtete Adresse Ihres Systems. Beim Polling fragt Ihr System in vereinbarten Abständen bei System A nach. Beide Verfahren können einen anschließenden API-Aufruf auslösen, um Daten abzuholen oder weiterzuverarbeiten.
Eine Ereignismeldung muss nicht den vollständigen neuen Datensatz enthalten. Sie kann nur auf ein betroffenes Objekt hinweisen. Prüfen Sie daher, ob die Meldung die benötigten Angaben mitliefert oder ob die Anwendung sie gesondert lesen muss. Die technische Bezeichnung Webhook beantwortet diese Frage nicht.
Polling kann den gesamten relevanten Bestand, Änderungen seit einem gespeicherten Stand oder einzelne Objekte abfragen. Welcher Weg verfügbar ist, bestimmt die API. Ein Abfrageprozess, der nur die erste Ergebnisseite liest, kann Datensätze übersehen. Ein Prozess, der nach jedem Neustart alles erneut verarbeitet, braucht eine passende Wiederholungsregel.
Im ersten Gespräch genügt die fachliche Aufgabe: „Ein freigegebener Vorgang soll im nächsten Arbeitsgang sichtbar sein.“ Daraus wird die erforderliche Aktualität abgeleitet. Ein pauschaler Wunsch nach Echtzeit ist weniger hilfreich als die Frage, wie lange Ihre Mitarbeitenden oder Kunden sinnvoll auf das Ergebnis warten können.