Ein Materialrechner, ein Tarifvergleich und ein Produktkonfigurator können ähnlich aussehen und trotzdem sehr unterschiedliche Aufgaben haben. Der erste schätzt eine Menge. Der zweite vergleicht Angebote nach festgelegten Voraussetzungen. Der dritte erzeugt eine zulässige Zusammenstellung. Schreiben Sie zunächst einen Satz: „Nach der Nutzung soll die Person wissen, ob …“. Daraus ergeben sich die nötigen Angaben und der passende nächste Schritt.
Unterscheiden Sie zwischen einer Orientierung, einer vollständig geprüften Auswahl und einem Ergebnis, das in einen weiteren Geschäftsprozess eingeht. Ein grober Richtwert darf nicht durch eine genaue Nachkommastelle wie eine verbindliche Zusage wirken. Wenn ein Ergebnis ein Angebot, eine Bestellung oder eine fachliche Entscheidung auslösen soll, muss der betreffende Prozess gesondert geklärt werden. Der Rechner allein legt diesen Charakter nicht fest.
Stellen Sie außerdem fest, welche Fälle die Funktion bewusst nicht behandelt. Ein Standardprodukt kann gut berechenbar sein, eine Sonderanfertigung braucht vielleicht eine persönliche Prüfung. Für diesen Fall ist „Bitte klären Sie die Sondermaße mit uns“ eine hilfreiche Ausgabe. Eine erfundene Zahl aus unpassenden Standardwerten wäre schlechter. Eine kleine, sauber begrenzte Funktion ist oft leichter zu verstehen und zu pflegen als ein Rechner, der jede denkbare Ausnahme scheinbar abdeckt.