Sie beschreiben Ihre Wunschwebsite, bekommen sofort Zustimmung und sehen wenig später einen passenden Entwurf. Das kann hilfreich sein. Es kann aber auch bedeuten, dass niemand gefragt hat, was hinter einem Wunsch steckt. Eine Seite lässt sich auf eine Annahme zuschneiden, die Ihr Team später nicht erfüllen kann. Entscheidend ist deshalb, ob die Beratung über das Wiederholen Ihrer Angaben hinausgeht.
Die Untersuchung Towards Understanding Sycophancy in Language Models von Sharma und Mitautoren beschreibt bei fünf untersuchten KI-Assistenten zustimmendes Verhalten gegenüber Nutzeransichten. Sie belegt ein Risiko in den damaligen untersuchten Modellen und Aufgaben, keine pauschale Eigenschaft jedes heutigen Systems. Aus einer überzeugend formulierten Zustimmung lässt sich daher kein belastbares Projekturteil ableiten.
Auch Menschen können gefallen wollen, Fachkenntnis vortäuschen oder Ihre erste Idee vorschnell übernehmen. Persönliche Zusammenarbeit gewinnt ihren Wert durch das tatsächliche Nachfragen, begründetes Einordnen und korrigierbare Ergebnisse. Ein Gespräch sollte Ihnen helfen, eine Entscheidung besser zu treffen. Es muss nicht jede ursprüngliche Vorstellung bestätigen.