Eine neue Website braucht nicht automatisch eine außergewöhnliche Schrift. Zunächst muss sie Ihre Inhalte tragen: längere Leistungsbeschreibungen, Preise, Telefonnummern, Schaltflächen und kurze Hinweise. Eine charakteristische Überschrift kann gut funktionieren, während derselbe Schnitt im erklärenden Fließtext anstrengend wirkt. Deshalb wird eine Schrift nach ihrer vorgesehenen Aufgabe beurteilt, nicht allein nach einem schönen Beispielbild.
Sammeln Sie vor der Auswahl repräsentative Texte. Dazu gehören eine lange Überschrift, ein Absatz mit mehreren Sätzen, eine echte Adresse und die Beschriftung eines wichtigen Formularfelds. Prüfen Sie auch fachliche Zeichen, Währungen und Schreibweisen, die Ihr Unternehmen tatsächlich verwendet. Bei mehreren Sprachen braucht jede benötigte Sprache eine passende Zeichenabdeckung; eine deutsche Musterzeile reicht dafür nicht.
Notieren Sie außerdem, welche Teile des Markenauftritts bereits verbindlich sind. Eine vorhandene Hausschrift kann ein sinnvoller Ausgangspunkt sein. Ob die verfügbare Datei für den Webeinsatz lizenziert und technisch geeignet ist, muss trotzdem geklärt werden. Das Ziel ist eine begründete Schriftentscheidung, die später nachvollziehbar bleibt. Die übergreifenden Regeln für Farben und Komponenten behandelt ergänzend das Designsystem für kleine Unternehmen.