Bei einem internen Werkzeug werden Konten oft zuerst als „Administrator“ oder „normaler Nutzer“ bezeichnet. Das ist für die Planung zu grob. Eine Person legt Vorgänge an, eine andere bearbeitet zugewiesene Aufgaben, eine dritte gibt Ergebnisse frei. Vielleicht darf die externe Unterstützung nur einzelne Unterlagen sehen. Schreiben Sie diese Tätigkeiten auf, bevor Sie sie zu Rollen bündeln.
Die NIST-Einordnung von Role Based Access Control beschreibt Rollen als Verbindung zwischen Personen und zugewiesenen Rechten. Eine Person kann dabei mehrere Rollen haben. Für Ihr Projekt folgt daraus keine fertige Rollenliste. Sie müssen entscheiden, welche Tätigkeiten gemeinsam gebraucht werden und welche Kombinationen fachlich getrennt bleiben sollen.
Trennen Sie außerdem technisches Verwalten von fachlichem Entscheiden. Wer Konten einrichtet, muss nicht automatisch jeden Kundenvorgang lesen oder genehmigen dürfen. Umgekehrt benötigt eine fachliche Leitung nicht zwangsläufig Zugriff auf Systemeinstellungen. Eine nachvollziehbare Rollenbeschreibung enthält deshalb konkrete Handlungen und ihren Geltungsbereich. Dadurch wird später sichtbar, ob ein zusätzliches Recht tatsächlich zur Aufgabe gehört oder nur aus Bequemlichkeit mitvergeben wurde.